Vom Echo der Zeit und leisen Zwischenräumen

RAUM IM RAUM

Eine künstlerische Entdeckungsreise

im Weytterturm

In der Bürg 34, 94315 Straubing

07.11. - 13.12.2026
Sa/So/Feiertage 14:00 - 17:00 Uhr

Eröffnung:
Freitag, 06.11.2026 um 19:00 Uhr

 

RAUM IM RAUM - eine künstlerische Entdeckungsreise im Weytterturm 

Wenn Kunst die dicken Mauern des historischen Weytterturms zum Atmen bringt, entsteht ein Raum für das Ungesagte, das Flüchtige und das tief Menschliche. Fünf Künstlerinnen begegnen sich in einer Werkschau, die wie ein leises Gespräch über Spuren, Metamorphosen und die Vergänglichkeit anmutet. „Raum im Raum“, der gemeinsame Titel der Ausstellung, zeigt Malerei, Holzschnitt, Keramik, Papierwelten und konzeptionelle Fragmente, die ein Netz aus Gedanken weben, welche die Besucher einlädt, der eigenen Wahrnehmung nachzuspüren und innezuhalten.  

Anna Eibl-Eibesfeldt, Carolin Tabitha Kühlmann, Anna Katharina Mader-Brandes, Katharina Naimer und Usija Wallner, die zu unterschiedlichen Zeiten an den Akademien in Nürnberg und München studiert haben, zeigen eine gemeinsame Werkschau, die sich mit Strukturen, Prozesshaftigkeit und dem Verhältnis zum Raum auseinandersetzt.  

Anna Katharina Mader-Brandes setzt sich in Ihrer Arbeit mit Prozessen des Holzschnitts auseinander. In ihrer installativen Arbeit „Es lebe die Legende – Die Legende ist tot“ setzt sie die physischen Bearbeitungsspuren der Druckplatten als eigenständige Bildelemente ein und verhandelt kritisch Fragen von Aneignung und menschlichem Eroberungsdrang.  

In der Arbeit von Carolin Tabitha Kühlmann geht es um Fragen zur Sichtbarkeit und dem Sichtbarmachen. Mit analogen und digitalen Werkzeugen untersucht sie das Phänomen der Überforderung bei der Verarbeitung von Informationen und die Besonderheiten der subjektiven Wahrnehmung. In Diagrammen, Texten, Zeichnungen, Objekten, Film- und Tonsequenzen werden ihre Studien sichtbar, das Medium dient als Mittel zum Zweck, um die eigenen Denkprozesse zu dokumentieren. 

Anna Eibl-Eibesfeldt zeigt fließende, prozesshafte Malereien. Unmittelbare Naturerfahrungen verbinden sich mit persönlichen Vorstellungswelten. Trockenheit und Hitze stehen Erinnerungen an Wasser gegenüber. Das Fließen bildet ein zentrales bildnerisches Prinzip. Ergänzt werden die Malereien durch keramische Arbeiten. In langwierigen Prozessen schichtet, zerteilt, dekonstruktiviert und kombiniert die Künstlerin verschiedenfarbige keramische Massen. Die Objekte weisen Verbindungen zu geologischem Ablagerungs- und Verwitterungsprozessen auf. 

Die Buchillustratorin, Katharina Naimer, entwickelt illustrative Plastiken aus Pappe, deren reliefartige Strukturen haptische Objekte ergeben. Inspiriert von Natur und Landschaftseindrücken entstanden Arbeiten in Bezug zu Grimms Märchenwelten. Dem gegenüber übersetzt die Künstlerin ihre illustrativen Figuren in gebrannte Keramik. Der Bogen erstreckt sich vom gedruckten Bilderbuch, über haptische Papierwelten bis hin zu plastischen raumgreifenden Figurationen, die den Illustrationen entstiegen sind. 

Usija Wallner befasst sich in ihren Arbeiten mit Spuren, die als Malerei oder Fragmenten einer Fotografie festgehalten werden. Collagen, die wie Erinnerungen oder flüchtige Sinneseindrücke skizzenhaft Bildräume erschließen. Zur Ausstellung erscheint in limitierter Auflage eine Postkartenedition ausgewählter Werke der Künstlerinnen.

 

Mader-Brandes Anna-Katharina ,,die stumme Angst vorm Stillstehen_, Ausschnitt, 2026

 

Eibl-Eibesfeldt_Fallendes Wasser_2026_180x 120 cm

 

Kühlmann Carolin
Wallner Usija
Naimer Katharina

Die Gemeinschaft Bildender Künstler und die fünf Künstlerinnen freuen sich auf regen Besuch.

Die Ausstellung „Raum im Raum“ wird im Weyttertum, In der Bürg 34 in Straubing, am Freitag, den 06.11.2026, um 19:00 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Die Werkschau dauert bis zum 13.12. 2026 und ist jeweils samstags und sonntags von 14-17 Uhr zu sehen.